Hauptmenü
Euprepiophis Mandarinus
Allgemeines!
Euprepiophis mandarinus ist eine der schönsten Nattern überhaupt.Wer sich für die Pflege dieser Tiere entscheidet, sollte die versteckte Lebensweise akzeptieren.Beim Erwerb sollte nur auf Nachzuchten zurückgegriffen werden, die schon in größeren Mengen angeboten werden, diese sind gut zu halten und bereiten kaum Probleme. Wildfänge haben nur denVorteil, das Sie recht "günstig" zu bekommen sind aber bei genauerer Betrachtung eher mit mehr Nachteilen verbunden sind.
Massenhafte Wildfangtransporte schwächen die Populationen in ihren Vorkommensgebieten.
Euprepiophis Mandarinus Wildfang (WF) ist gleich totes Tier. Wegen starker Dehydration und daraus resultierenden Nierenschäden, starker Schwächung der Immunabwehr, Begünstigung und starker Vermehrung von Endoparasiten etc. sind 90 % aller WF dem Tode geweiht. Finger weg von Wildfängen!!!
Zucht Euprepiophis Mandarinus
Für einen Nachzuchterfolg ist eine Überwinterung bei 5 - 15,durchschnittlich 10 Grad und 8 - 10 Wochen Dauer wichtig. Nach der Überwinterung im Frühjahr Ende Februar bis März beginnt die aktivste Zeit der Tiere, die Paarungszeit. Weibliche Tiere werden nun ständig von den Männchen verfolgt.
Die eigentliche Paarung wirkt sehr unsanft, hierbei geht ein Nackenbiss des Männchen voraus bei dem auch schon mal etwas Blut "fließen" kann. In meinem Fall hatte ich unser Mandarinnatterpärchen Anfang November wegen einer leichten Hautpilzerkrankung trennen müssen und setzte sie in seperate Behälter für ca. 2 Monate unter Beobachtung.
Die Temperaturen sanken bis auf 18 Grad so das meine Tiere eine Art Winterruhe antraten.Da ich eigentlich keine Überwinterung geplant hatte weil ich die Tiere erst seit Juli 2008 besitze und diese mit dem Hautpilz belastet waren wollte ich sie eigentlich nicht überwintern. Ende Dezember setzte ich die Beiden wieder in ihre gewohnte Umgebung zurück und stellte im Februar fest das mein Weibchen immer mehr an Gewicht zunahm obwohl die Fütterung der Menge entsprechend immer gleichbleibend war.
Schließlich verweigerte sie mir das Futter was für trächtige Weibchen normal erscheint. Ende März konnte ich nun beobachten das unser Mandarinnatternweibchen nervös durchs Terrarium streifte. Der Zeitpunkt war da um die Ablagebox mit feuchtem Spagummoos ins Terrarium reinzustellen. Ca. eine Woche nach der Häutung legte mir mein Mandarinnatternweibchen ein Gelege von 6 Eiern die in etwa 4 cm lang waren. Am nächsten Tag trennte ich das Tier vorsichtig vom Gelege und überbrachte die Eier sammt der Ablagebox in den Inkubator wo sie bei einer Temperatur von ca. 28 Grad gezeitigt werden. Wichtig! Die Eier dürfen niemals gedreht werden da sonst die Keimscheibe zerstört wird. Im Vogelei sind Hagelschnüre (Chalazen) vorhanden, die den Vogelembryo bei Lageveränderungen des Eies immer wieder in die ursprüngliche Lage bringen.Die fehlen dem Reptilienei. Nach der Eiablage sinkt der Dotter nach unten und der Embryo treibt an die Oberseite des Eies, wo er festwächst. Dies ist einer der Gründe, weshalb Reptilieneier empfindlich gegenüber Drehung um die Horizontalachse sind.
In der Regel legt Euprepiophis Mandarinus sein Gelege von Mai bis Juni ab,aber Ausnahmen bestätigen die Regel ;-)
Aufzuchtsbericht der Jungtiere folgt.
Gelege von Euprepiophis Mandarinus